[RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

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[RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Schagraulyn » Sa 3. Mär 2018, 20:21

[RP-Story / Forums-Roman] Warpstone I Es beginnt mit der Dunkelheit.

Mit einem Blinzeln öffnet sie die Augen. Es ist wieder fast dunkel und die Gurte halten sie in der Pilotenliege. Der Athem ist laut hörbar. Die Frontscheibe ist verdunkelt und es sind kleine feine Risse erkennbar.
Langsam kommt ihr Verstand wieder in den bewussten Bereich. #Lebenserhaltung läuft auf Reserve.... der Anzug wurde beschädigt, aber ich lebe noch. Was ist passiert? Unwichtig. Es gibt ein Zeitlimit.#
"Anzug, Lichtfilter reduzieren bis auf fünfzig Lumen Durchlass." Ein leises Knistern echot im Anzug, als die Scheibe durchsichtig wird und auf *Null-Prozent Verdunkelung* geht. Es sind Sterne zu sehen, und dass was auch immer zu der zerbrochenen Frontscheibe gehört langsam vor sich hin trudelt.

Mit einer gewissen Routine wandern die Hände über die Konsolen, welche noch zur Hälfte zu funktionieren scheinen. Doch was sie aussagen klingt übel. #WRACK!#
Sie braucht etwa zehn Sekunden um die Panik nieder zu kämpfen. Jeder hatte ihr immer wieder gesagt. "Sowas wie du hat keine Seele, also funktioniere immer zu hundert Prozent, oder du wirst ersetzt!" Doch das hörte sich nach genau so viel Blödsinn an wie die Theokratischen Handbücher, nach der die Besitzer ihr Leben ausrichteten. Doch wenn es irgendetwas helfen würde hätte sie jetzt gerne gebetet. Es währe nur unnütz. Niemand würde sie retten.

Mit einem Schnippen schaltet sie das Logbuch an. #Leer, natürlich! Der komandant würde nicht wollen das mitgeloggt wird, was er tut.#
So langsam kommen die ersten Erinnerungen wieder. Das Erwachen aus dem Cryostasetank, #Nebenwirkungen Gedächnisverlust# das Anlegen des Raumanzuges #Gefechtspiloten-Anzug#, der Waffen #Blaster-Pistole, schwer, Mono-Draht Messer, 3 mini Hafmienen, leichtes Plasmagewehr, Scharfschützenversion# , und das Injizieren der Drogen. #Kampfdroge, Visual speeder, Schmerzstopper, Vital-Stabilisator#. "Anzug wie sind die Vitalwerte des Trägers?" #Ich würde nicht mal merken wen nich sterbe.# "Vitalwerte, verletzt, Einsatzfähigkeit vierzig Prozent, ...." #Oh wunderbar, werde ich verbluten bevor ich ersticke?#

Sie sieht sich um. Es ist da scocpit eines Point defense Jägers. ein sehr kleines Raumschiff, welches Frachter begleitet, oder größere Korvetten. Nicht in der Lage selbstständig Hypersprünge durch zu führen. "Anzug... wie lange war ich bewusstlos? .. Und wie lange reicht mein Sauerstoff noch?" ... "Sie waren volle vierundzwanzig Stunden und siebzehn Minuten in Rettungscryo, bevor das System versagte. Ihr Sauerstoff reicht jetzt noch achtzehn Minuten und zehn Sekunden bis zur Erschöpfung der Reserve. Danach weitere vier Minuten unter steigender Kohlenmonoxidvergiftung bis zum wahrscheinlichen verlieren des Bewusstseines und weitere ca zehn Minuten bis zum Tod."

"Anzug... aktiviere das Notsignal" ... "Es wurde mir untersagt derartiges zu tun. Bitte geben sie ihre ID zur überbrückung des Befehls ein." ... #Ja verdammt wie heiße ich?# .. "Anzug, ich bin gerade aus einer Cryostase erwacht und benötige aufgrund einem Notfall sofort meine ID und meine Passwörter." ... "Check... sie leiden vermutlich unter den Nachwirkungen der Crostase und den Verletzungen. Ihre ID ist SGRLIN 5 ZF.. Sie haben keine gespeicherten Passwörter.. sie sind nicht befehlsberechtigt. Es tut mir leid." # Das erklärt warum niemand nach mir sucht.#

"Was muss sich ändern, damit ich Zugriff erhalte?" ... "Sie müssten eine echte Person sein mit Bürgerstatus." .... "Anzug... Programmiermodus...." ... "Es ist ihnen nicht erlaubt.... erlaubt ... erlaubt.. Zugriff auf Programmiermodus gewährt." #Was ist denn jetzt los?# Ein leises Summen zeigt an, dass irgendetwas passiert ist vor ihrem inneren Auge werden Schriftzeichen sichtbar. sie ergeben sogar Sinn, obwohl es zu viel ist und zu schnell geht um es bewusst zu erfassen. Die ID .... SGRLIN V ZF.... #Suche nach Namen in denen dies eBuchstaben vorkommen, kopiere den standard Mustermann Lebenslauf und ersetze den Namen durch den neu generierten. Wähle zufällig Daten aus dem Telefonbuch um Schulen, Ausbildung und Weiterbildung dar zu stellen. Korrektur verwende hauptsächlich den Teil des Telefonbuches, der sich auf Raumfahrer Orte bezieht. Stationen und dergleichen.# "ID Erkennung. Frau Schagraulyn van Zoff. Wilkommen an Bord. Leider sind sie nur Passagier, also .. #ändern# .. "Ah danke, dass sie mich benutzen Komandantin van Zoff. Meine Sensoren zeigen an, dass sie verletzt sind und dringend medizinische Hilfe benötigen. Bitte erlauben sie mir das Notsignal zu senden." ... "Erlaubnis erteilt. Override.... Passwort .. Warpstone." ... "Notsignal aktiviert."

#Das scheint Cyberware zu sein. Ein Kontaktloses Hackertool... und ich scheine das öfter gemacht zu haben.#
Vorsichtig erhebt sie sich aus der Pilotenliege. Es ist zu wenig Platz zum Stehen, als hangelt sie sich durch die Schwerelosigkeit. Der hintere Teil des Jägers fehlt. Das Cocpit hätte zur Rettungskapsel werden müssen, aber die Systeme haben versagt. Die Rettungscryo hätte ihr geholfen geborgen zu werden und... #Ja, genau wohin hätte man mich gebracht?#

Die Pilotenlige enthält noch etwas Ausrüstung. Einen kleinen AÜA-Ruchsack #Allgemeine Überlebens Ausrüstung#, der nur leicht beschädigt ist. Eine Medizinische Tasche, die nicht Raumtauglich ist, ein Reparaturset für Anzüge. Eine standard 10mm Automatik-Raumfahrerpistole mit 2 Magazienen #Plastolith S3 Treibmittel Patronen, 10 Stück# und ein Plaststahl Kampfmesser #Gut zum Stechen und Hebeln#.

Plötzlich ist das Cocpit hell erleuchtet. sos sehr, dass das Visier verdunkelt. #Was?... ein Scheinwerfer?# in normaler Abwehr-Reaktion hält sie den rechten Arm vor das Visier und nimmt sich selbst so die Möglichkeit zu erkennen was da vor dem Schif schwebt. erst als sich das Wrack weitergedreht hat, kann sie wieder etwas erkennen. #Ich bin wohl ziemlich lichtempfindlich, wie es mir scheint. Aber das ist alles egal. Das dort kann meine Rettung sein, oder mein schneller Tod. Habe ich denn noch etwas zu verlieren?#

Immer noch ohne Schmerzen zieht sie sich vorsichtig zum Loch in der Cocpitschiebe. Dann hinaus und stellt sich mit den Füßen auf das Metall. Das andere Schiff kommt in Sicht. Ein kleines Schiff. So etwas was man mit nur einer minimalen Crew fliegt. Maximal vier oder fünf. wenn überhaupt. #die Frachtluke ist offen. der Frachtgreifer auch. im Frachtraum hängen etliche Schrottteile in der Laderaum-Aufhängung.# Ohne lange zu überlegen deaktiviert sie de Magneten an den Schuhen, während sie springt. Ohne, dass sie die dazu passenden Schmerzen spürt, wird ihr kurz schwindelig. Dann greift sie der Frachtgreifer und packt sie zu dem anderen Müll.

Die Frachtluke schließt sich und die Schwerkraft setzt ein. Zum Glück halten die inteligenten Frachtentakeln auch sie Fest, ansonsten währe sie gut anderthalb Meter gestürzt. Es dauert keine zwanzig Sekunden, bis zwei Raumanzüge den Frauchtraum betreten. Beide scheinen humanoid zu sein, tragen Waffen im gürtelholster und diskutieren über funk miteinander #decodieren#

"... wir sind im Arsch, wenn die uns finden. Wir dürften garnicht hier sein und das ist vermutlich einer der Piraten!" ... "Bleib locker... wenn du mal im Raum hängst wirst du auch froh sein über nen Feind, der dich einsammelt... und er lebt noch.. hat sich bewegt... Nimm ihm erst einmal die Waffen ab. Solange er in den Tentakeln hängt wird der keine Dummheiten machen." ... "Waffen?.. Verdammt du hast recht."
Einer der Anzüge nähert sich und nimmt ihr das Kampfmesser und die Raumfahrer Pistole ab. Laut Anzug sind das Gewehr, die Blasterpistole und das Monodrath Messer immer noch an ihrem Platz. "Gut, sieht nach standard Zeug aus. die Piratenpiloten sind wohl nicht besonders gut ausgerüstet."

Der andere Raumanzugträger nimmt den Helm ab. Das Gesicht sieht etwas älter aus für einen Menschen. graubraune Haare, einen Drei-Tage Bart, und blasse Augen wie jemand der zu oft in die Sonne geschaut hat. Er spricht ohne Funk in Terra Standard mit wenig Akzent. "Also gut Leonid. Komm wieder her und du da nimmst den Helm ab und wir reden über die Bergung." Der andere Raumanzug-Träger geht zu ihm zurrück und öffnet auch seinen Helm. Das Gesicht sieht deutlich Jünger aus. Scheint aber recht ähnlich zu sein. #weiblich, mensch, vielleicht gerade erwachsen, Blond.. helle Haut, Pilotenlink-Implantat#

Es fällt ihr schwer den Arm zu heben und ihn an den Helm zu legen. "Anzug, Helm öffnen." Für die beiden dürfte es so aussehen ,als haben sie auf einen Knopf gedrückt, aber es ist nicht so. Der Helm enkoppelt sich und klappt mehrteilig zurrück. Während von dem alten Mann ein wort zu höhren ist "Schaaisse", taumelt Leonid rückwärts kreischt kurz erschreckt auf und beginnt ihre Pistole aus dem Holster zu zerren. "THARGOID!"
#Was??? ich bin ein Thargoid????#

"HALT!!!!... Das ist kein Thargoide... #uff Glück gehabt# " ... "Was dann????* *mit der Pistole zielt.* ... "Etwas was kein Raumschiff fliegen dürfte....." #Okay.. der weiß mehr über mich, als ich selbst.# "Nungut Junge.. du erzählst mir, wie du zu den Piraten gekommen bist, welche hier einen Konvoi überfallen haben und ich überlege ob die Information es wert ist, dass ich dich irgendwo absetze."

Ihre eigene Stimme klingt deutlich anders, als die der Menschen vor ihr. "Ich leide noch unter Cryostasebrand. Ich bin nicht mal sicher wer ich bin, geschweige denn wass ich hier getan habe, oder mit wem ich da war. Und ich bin wohl schwer verletzt. Der Grund warum ich noch reden kann sind die wohl reichlich vorhandenen Schmerzunterdrücker in meinem Körper. Gibt es sonst etwas was ich anbieten kann?"

Der alte Mann schaut sie scharf an. "Wenn die Piraten Genetoiden #künstlich erschaffene organische Lebensformen# einsetzen bei ihren Angriffen, haben sie nahezu unendliche Reserven an brauchbaren Piloten. Wieviele gibt es von euch?" ... Trotz Nachdenken fällt ihr keine anzahl ein. "Ich glaube ich wurde verliehen.... kurz vor dem Gefecht .. ich erinnere mich aus einem Cryostasetank gestiegen zu sein. Da waren.... ein dutzend... #So sehe ich aus???# Nichtmenschen... die sich ähnlich sagen." ... Der Mann runzelt die Stirn. "Oh vertuh dich nicht. Ihr seit schon Menschen. Das Aussehen und die Modifikationen sind mehr Kosmetik. Ausserdem seit ihr mehr Haustiere und so ist es leichter mit euch zu machen was man will. Was ist es bei dir? Fell, Nachtsichtaugen, feines Gehöhr, Biss, Krallen? Dein käufer mochte Vermutlich Krallen. Wie heißt du?"

Sie schluckt einmal schwer. "Schagraulyn van Zoff.... zumindest ist das die ID, welche in diesem Anzug hinterlegt *beton* ist. Zum Glück, denn sonst hätte ich das Notsignal nicht aktivieren können."

Es vergehen fast eine ganze Minuten Schweigen, bevor der Mann auf seinem Arm herum tippt und die Tentakeln sie auf den Boden des Frachtraumes absetzen. Sie hat kaum die Kraft sich aufrecht zu halten und immer mehr schwindet ihr Bewusstsein. Es mag worte geben, oder auch nicht, es wird alles diffus. Dann wird es dunkel um ihren Verstand.
"Hei, angucken... ja... Anfassen ... nein!"
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Schagraulyn » Sa 3. Mär 2018, 20:26

[Fortsetzung]

Mit einem Blinzeln öffnet sie die Augen. Es ist relativ dunkel, aber ein leises Summen erfüllt die Luft. Die Umgebung viebriert leicht. #au# Die erste leichte Bewegung fürht zu einer Welle des Schmerzes, welche ihr den Athem nimmt. Irgendwie fühlt es sich an, als trüge sie immer noch den Anzug, aber das kann nicht sein. an zu vielen Stellen kann sie die Bewegungen des Fells fühlen. #Ich bin nicht tot.# Etwas hält ihre Arme fest .. etwas anderes ihre Bein... und ja, auch am Hals und an mehreren Stellen des Körpers liegt etwas an. Und da laufen Schläuche in ihre Arme. Sie kann es so gerade aus den Augenwinkeln erkennen.

Dann kommt die Erinnerung wieder. #Der Anzug... der kleine Jäger als Wrack... das Fremde Schiff... Schrotthändler oder Schmuggler... vermutlich keine Piraten.# Trotzdem ist es so, als würden ihre Gedanken sich mühsam durch ihren Kopf Quälen. Ein leise drängendes Piepsen dringt langsam in ihr Bewusstsein. #Alarm? Nein, zu leise... eine medizinische Überwachung. Wann wohl jemand kommt?# Es dauert rund eine Minute, bis sich die Tür zu der kleinen Kabiene öffnet und den Raum in gleissendes Licht hült. Die instinktive Reaktion sich die Hand vor Augen zu heben scheitert und sorgt nur für heftige Schmerzen. Es tut fast weh mit geschlossenen Augen das Licht zu sehen. Die Stimme der Person kommt ihr leicht bekannt vor.

"Da ist ja jemand aufgewacht. Wurde ja auch Zeit. Drei Tage sind eine Lange Zeit, selbst wenn man kein Krankenhaus mit Chirurgischem Bett zur Verfügung hat, sondern nur die Sanitätsstation eines Langstreckenschiffes. Und wie geht es uns jetzt?" ... #Ich habe keine ahnung wie es dir geht, aber lass mich sterben# "Licht......*stöhn* " ... "Schon gut.... Asp.. reduziere die Beleuchtung im Gang auf dreissig Prozent." ... Schon kurz nach den worten wird das Licht, was durch ihre Augenlieder dringt deutlich geringer. Vorsichtig öffnet sie diese und schaut in den immer noch zu hellen Raum, aber wenigstens schmerzt es nicht mehr. "Deine Nachtsichtfähigkeit blendet dich. Es dauert etwas um zu schalten. Angeblich kannst du in rund drei Minuten auch wieder normales Licht sehen."

Vor ihr steht der alte Mann. doch etwas ist anders. die Farben der Haare. #waren die nicht grau braun?# Jetzt haben sie mehr einen goldbraunen Farbton. Auch die Farben seiner Kleidung hat sich geändert. #Es hat jetzt alles mehr Farbe.# "Danke... drei Tage?" ... "Ja, nachdem wir dich aus dem Anzug heraus hatten brauchten wir gut eine Stunde um die ganzen Quetschungen, und leichten Brüche zu versorgen. Für den Preis der Medikamente hätten wir dich auch beim Hersteller kaufen können *leise lacht*" #Hersteller... ja da war etwas.#

"Du wolltest wissen wie ich zu den Angreifern kam oder?" .. *plötzlich deutlich interessierter* "Ja." ... "Ich weiß nicht auf welcher Seite im Kampf ich gekämpft habe, so langsam kommen die Erinnerung vom Kampf wieder... also die Zeit zwischen der ersten und der Rettungs Cryostase. aber von davor... im Moment noch nichts." ... "Grundsätzlich reicht mir das.... also leg los." ... "Ich wurde geweckt in einem Frachtraum. Genauso die anderen. Wir waren desorientiert, trugen aber schon unsere Anzüge. Menschen in unterschiedlichen Kleidungs-Sets zerrten mich durch die Gänge eines Schiffes... es wackelte wann immer es auf Booster schaltete." ... Der Mann wirkt nachdenklich, versucht aber dies nicht zu zeigen. ... "Ich wurde in einen Jäger gesteckt, der in einem anderen Frachtraum stand. Jemand sagte, dass es keine gute Idee sei, dann schloss sich die Cocpitscheibe und mein Pilotenlink synchronisierte mit dem Jäger. Es gab nur grün und rot.. Grün waren zwei dickere Pötte und etwa ein halbes dutzend kleine Schiffe. rot.... ein dicker Pott... sechs mittlere und etwa vier kleine."

Der Mann hört sehr gespannt zu. "Wie lief der Kampf?" ... "Ich habe gekurbelt... gefeuert... mehr plan und sinnlos die Steuerung benutzt. Ich weiß, dass einige Rote abgeschossen wurden, vor allem die wirklich kleinen... der Kampfcomputer hat sie als Sidewinders identifiziert. Dann traf etwas mein Heck.... ich trudelte... mehrere Kugeln fetzten durch mein Cocpit.. ich vermute mal, dass sie mich verfehlt haben.. dann hat sich die Rettungscryo aktiviert ... Das ist im Moment alles."

"Hatten die Kleidungsstücke solche Symbole?" er zeigt ihr einen Bildschirm mit etlichen nichtssagenden Symbolen. "Ja, mehrere davon. Hsauptsächlich solche mit Totenschädeln." ... "Das habe ich mir gedacht. Du kanntest dich in dem Jäger nicht aus?" ... "Ich hatte den Eindruck, dass ich ihn nie zuvor geflogen hatte, aber das mir das Fliegen grundsätzlich bekannt war." .... "Also gut... du hast auf seiten der Piraten gekämpft, welche einen Frachtkonvoi angegriffen haben. die Hälfte der Frachter konnten entkommen, weil die Piraten zu wenig Schiffe hatten um sie am Notsprung zu hindern. Vier Frachter haben sie lahm geschossen und geplündert. Einen sogar mitgenommen und die Besatzung entführt. Während die drei Transporter eigentlich nur recht billige Fracht angaben, gibt es keine Aussage über das größere Schiff, ausser, dass ein Conförderierter Nachschub an Waffen und Verpflegung an Bord gewesen sein soll. Die Belohnung für die Wiederbeschaffung hingegen liegt bei ... runden dreieinhalb Millionen Creds. Das ist eine ziemliche Menge für rund hundertfünfzig Tonnen halblegale Militärware." ... #ist das viel?#

"Was auffällig war... die Piraten haben sich die Mühe gemacht ihre Kennungen zu verschleiern. So gab es nur wertlose ID-Daten durch die Aussagen der Crews und der entkommenen Frachter. Kannst du etwas über den Typ des Schiffes sagen auf dem du warst?" ... "Nein... ich erkannte es so wenig wie dieses Schiff hier." ... "Das hier ist eine ASP.... " #????# "Sagt mir nichts." .. "Du erkennst eine ASP nicht?" ... "Nein... sagt mir garnichts." ... *seufzend* "Es ist eines der besten Schiffe der Galaxis... aber gut.... du wirst mir mehr erzählen sobald es dir besser geht.... ich bin übrigens Kommander Nenhob... Andy Nenhob... "
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Schagraulyn » Sa 3. Mär 2018, 20:29

[ooc / out of charater / also nicht RP-Story ]

Hi, Leute. Da ihr bis hierher gelesen habt, besteht also Interesse.
Was ist ein RP-Roman?
Nun, es ist eine Geschichte, in der Figuren vorkommen, welche im Spiel existent sind. Das was im Spiel gespielt wird und was im roman zu lesen ist, stimmt nicht 1 zu 1 überein, sondern ist mehr die Film-Version. Weniger rumsbumspuff und nicht so viele dockings wie im Spiel, sondern mehr das Soziale, die Essenz der Abenteuer. Für Andy und mich ist es zusätzlich noch die Mögliceit, die figur etwas "Leben" zu lassen. Warum haben wir uns getroffen? Wieso fliegen wir zusammen? Wer sind wir?

Im Moment sind wir noch im Aufbau der Geschichte... sie eignet sich noch wenig für Quereinsteiger. Das wird sich ändern wenn die Story Maya erreicht. Dort haben wir im spiel derzeit unseren Hauptanlaufhafen "duffy dock" den wir natürlich Duff-dack aussprechen , aber ich will nicht zu viel vorgreifen. Also ab MAYA ist dieser Roman "OFFEN" für andere die mitmischen wollen und es gelten die normalen RP-Forumsregeln.

Jetzt wo ich das schreibe müssen noch alle Posts von einem Moderator frei gegeben werden. Das macht es schwierig und wird vermutlich zu etlichen Irritationen führen. Vermutlich wird es in zukunft auch Zeitsprünge, Flashbacks und Seitensprünge ... ich meine natürlich romanstorytechnische Entgleisungen.... Ach was auch immer... ihr wisst schon was ich meine. Wenn sowas für einen Post von Belang ist, beginnt ihn doch mit einem Hinweis darauf in Klammern (zehn Jahre zuvor) und markiert das Farbig.

Somit seit wilkommen.

HINWEIS.: Dieser Beitrag ist vom Elite-Dangerous Portal aus dem Deutschen Diskussions Bereich hierher umgezogen. Alle RP Interessierte die dem Link hierher folgen sind doppelt wilkommen.
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Schagraulyn » Sa 3. Mär 2018, 20:30

Fortsetzung An Bord der ASP

(Fortsetzung)

Einige Stunden und einen unruhigen Schlaf später zieht sie sich auf die wackeligen Beine. Inzwischen funktioniert das Gewöhnen an die grelle Helligkeit der Schiffsbeleuchtung deutlich besser. Die Malzeit aus der Tube #Truthahn, Kohl, Kartoffeln, was sind das wohl für Früchte?# sättigt etwas, ist aber irgendwie unbefriedigend. Vor allem weil es einen seltsamen Eigengeschmack hat. #Chemie!# Die Getränke aus dem Automaten sehen sich ähnlich und irgendwie scheint es so, als ob dieser immer das gleiche herausgegeben hat. #Wofür soviel Auswahl, wenn man eh das selbe nimmt?#

Sie benötigt rund eine Viertelstunde, bevor sie sich von der kleinen Mannschaftsmesse für vier Persohnen zum Cocpit schleppt. Mit etwas Erschrecken stellt sie fest, dass unbesetzt ist. Statt dessen sind dort die Wände eines Hangars erkennbar. #Ob es wohl auffällt, wenn ich da raus gehe? Naja. Leonid ist ziemlich in Panik geraten. Ich sollte es also besser lassen.# Mit einem erschöpften senken des Kopfes dreht sie um und wankt zurrück.

Das Schiff weigert sich wehemend sie durch etliche türen zu lassen. Bleiben nur der Flur, die Messe, ihr Quartier oder genauer gesagt das Mini-Lazarett, die Duschzelle, das Observatorium und die Brücke. Warum gerade dieser sensible Bereich nicht versperrt ist, bleibt unklar. #Und ich werde auch nicht fragen.# So erfasst sie etwas Langeweile verbunden mit dem Problem garnicht herumlaufen zu können und der Ungewissheit was auf sie zu kommt. #Dieser Nenhob scheint nett zu sein. Er würde auch einem Feind helfen... Es sei denn es ging ihm nur um Informationen und wenn sie alles haben, erschiessen sie mich... Halt!... wieso denke ich sowas? Bin ich etwa paranoid?#

Sie schaut auf ihre krallenbewehrten Hände #Für filligrane Arbeit sind die nicht wirklich gedacht. Ich bin wohl kein Feinmechaniker.# und stellt sich vor den Spiegel in der Nass-Zelle um sich ganz zu sehen. Etliche stellen des Körpers weisen Rasuren auf, und genau dort prangen Verbände, die einfach auf die Haut geklebt werden. #Sind die nicht auf Menschliche Genetologie ausgelegt? Vertrag ich sowas wirklich?# Tatsächlich scheint die Heilung voran zu schreiten und sich keine entzündung zu bilden. #Ich scheine zumindest genetisch Menschlich oder sehr sehr ähnlich zu sein.#

Dann hört sie das surren einer metallenen Tür #Schleusenzyklus ohne Druckausgleich# und ihr Kopf ruckt herum. Natürlich tut die Bewegung weh und sie braucht erst einmal ein paar Sekunden um wieder ruhig athmen zu können. Es ertönen Schritte #Zwei Personen# und als die beiden in die Messe kommen, kann sie den einen davon schon am Geruch identifizieren, bevor sie ihn sieht. #Andy Nenhob# ... "Hei Schagraulyn... du erinnerst dich bestimmt an meine Frau... Andrea.... Nenhob..." ... diesmal dreht sie den Kopf vorsichtiger. #Das ist doch Leonid# "Und was wurde aus Leonid?" .. Kurz sind beide verblüfft, dann lachen sie gemeinsam. Ein bischen nerft es schon, wenn man der grund für einen witz ist und ihn nicht mal erkennt. .. "Also ja.. Andrea .. hat den Kosenamen Leonid.. Das bedeutet soviel wie junge Löwin... *sieht die Verständnislosigkeit* ein .. Spitzname? .... ein Codename ? ... Callsign?" ... #Ach so.. ein Callsign. Soll er doch direkt sagen.# "Ich verstehe." ... Leonid schmunzelt "Offensichtlich nicht. Nacher ruft sie mich über Funk von Schiff zu Schiff so. Kosenamen geben sich Zwei Menschen die mit Gefühlen verbunden sind um dem anderen zu zeigen wie wichtig er ihnen ist. Das ist sehr Privat." ... "Und wie ist sein Kosename?" ... "*grinst* Das erzählen wir dir später wenn wir dich besser kennen. Doch jetzt sollten wir dich erst einmal richtig anziehen Mädchen."

Sie schaut an sich herunter "Sind das nicht genug weiße Plastikflatschen? Ich würde mein restliches Fell gerne etwas behalten. Die rasierten Stellen jucken etwas." ... *räusper* "Mädchen.. du bist nackt..." ... "Ich habe Fell." ... "Nackt!" .... *seufzt* "kriege ich meinen Raumanzug? *hoffnungsvoll*" .... *kopfschüttel* "Der ist ziemlich Schrott. wir werden dir wohl etwas neues besorgen müssen. Das wird schwierig mit deinem Schwanz. Aber nein. erst einmal normale Kleidung... Eine weite Hose, ein weites Hemd, Sandalen, weil du sonst die Schuhe aufschlitzen würdest. und einen Hut. und natürlich das wichtigste..... ein Halsband mit Leine."

Sie Athmet scharf ein und ihr Fell stellt sich auf. Eine rein Instinktive Reaktion. Genau wie die Fingerkrallen, welche Kerben in den Tisch der Messe drücken. "Ich glaube nicht, dass ihr das gefällt... was meinst du Leonid... " .. *etwas unsicher* "Ja, das denke ich auch. Da scheint es Probleme mit der Domestizierung geben zu haben." ... "Schagraulyn.. kannst du deine Instinkte unterdrücken? Kannst du das anlegen?" .. #Keine Ahnung# .. "Ich .. kann es probieren"

Die kleidungsstücke landen auf dem Tisch und nach und nach zieht sie diese mit Hilfe an. Als sie nach dem Halsband greift friert sie plötzlich und muss sich zusammen nehmen um es sich an zu legen. so locker es auch sitzt, es ist ihr, als hätte jemand ihr ein giftiges Band um den Hals gelegt, das nur darauf wartet sie zu verletzen. "ich werde das keinen Moment länger tragen, als unbedingt nötig." ... "In ordnung... das erschwert es aber sehr auf der Station herum zu laufen, oder dich zu einem Veterinär #Tierarzt# zu bringen. Und wir müssen einen Raumanzug für dich kaufen. Selbst die ganz billigen sollten auf dich angepasst werden." ... "Gib mir einfach meinen alten Raumanzug und Werkzeug. Ich werde den schon reparieren." .. "klar, wenn du dein Leben einer Ausschusswahre anvertrauen willst."

Das Tragen der Kleidung ist ungewohnt, und irgendwie auch angenehm. bei der weiten Kleidung ist es ein wenig so, als wen nsie ihr Fell gekrault bekommen würde. Nur ist es manchmal zu viel Sinneseindruck wenn sie sich auf etwas anderes konzentrieren will. Der Anzug liegt geöffnet im Laderaum und sieht so aus, als habe man ihn mit einem Werkzeug zerschnitten um ihn aus zu ziehen. Zusätzlich ist er mit Blut verschmiert, das einen recht roten Farbton hat. #Das sieht wirklich schlimm aus.# Andy stellt zwei Werkzeug-Wagen mit Schwebefunktion neben den Anzug. Dazu ein Ladekabel und einen Energiespeicher. "Viel glück und schon dich noch etwas."

#Ein Bauplan währe Hilfreich# ... +Datenlink Verbindung etabliert, lade Bauplan+ ... #Was ist das?# ... sie schaut sich um, doch die Stimme war in ihrem Kopf... nein sie war nie gesprochen, es war .. anders. #Das Hackertool hat sich aktiviert. Ich habe es also im Körper.# "Anzug.. ich benötige Hilfe bei deiner Reparatur. Was für sinvolle Optionen habe ich?" ... +guten Tag kommander. Ich bin stark beschädigt. sie könnten entweder eine High-Tech-Fabrik aufsuchen, dort mittels Bauplan meine Komponenten nachbauen lassen und sie wieder zusammen setzen, oder sie Füllen meinen Reservevorrat an Nanpaste wieder auf, versorgen mich mit Energie und ich repariere mich selbsttätig. Als Dritte Möglichkeit währe da noch dass sie die Nanopaste teilweise einsparen, indem sie passende Materialien besorgen und von den Nanos zerlegen lassen. dies kostet aber deutlich mehr Energie und Zeit.+ ... "Scanne die Umgebung nach Ersatzmaterialien." ... +Es befinden sich noch etliche Legierungen und Navorium-Glas Teile im Frachtraum. ich send ehnen einen Leitstrahl auf ihr HUD.+ ... Vor ihrem inneren Auge erscheinen Markierungen auf dem Schrott im Laderaum. Es ist deutlich weniger und er ist deutlich besser sortiert. Immer wenn sie den Kopf bewegt benötigen die Markierungen eine Sekunde Verzögerung zum Nachziehen. #Nichts für schnelle Kampfaktionen.#

In der nächsten Stunde holt sie sieben Teile Schrott aus dem Lager. Zuerst will es nicht so, weil es zu schwer ist, aber dann kann sie ein Funksignal zu den Frachtraumtentakeln aufbauen und diese die schwere Arbeit tun lassen. Auch der energiespeicher ist schnell leer, so dass sie eine dauerhafte Energieversorgung von den Schiffssystemen legen muss. Aber schon nach einer Stunde sind Fortschritte zu sehen. #Wie es scheint weiß der Anzug ziemlich genau wie er repariert werden kann. So als ob man damit gerechnet hätte, dass der Träger davon wenig Ahnung hat.# Sie muss nur selten eingreifen. Zum Beispiel ist es einfacher das abgetrennte Bein an zu halten und erst Distanzbrücken zu bauen, statt das ganze Bein komplett zerlegen zu lassen und es dann komplett neu machen zu lassen.

Sie merkt garnicht wie schnell die Zeit vergeht. Erst als sich die Tür des Frachtraumes öffnet und andy herein kommt wird ihr klar, dass sie seit vier Stunden hier ist. Er tritt heran, reicht ihr eine Tube "Pferd mit Sauerkraut" und einen Raumfahrerbecher mit einer "heißen Suppe" ... Schon von dem Geruch überwältigt merkt sie wie hungrig sie eigentlich ist und während sie beides konzentriert und schnell verschlingt, wirft er einen Blick auf den Anzug. "Du scheinst ja ganz gut zurecht zu kommen. Vergiss nicht zu schlafen." ... Als er sich wieder umdreht schaut sie ihn mit ihren großen treuherzigen Augen an und hält ihm die Leere tube und den leeren Becher hin, während sie sich die Lippen leckt. Er nimmt dies mit einem leisen Lachen und geht kopfschüttelnd wieder aus dem Frachtraum.
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Schagraulyn » Sa 3. Mär 2018, 20:31

(Fortsetzung)

"Komander?" ... Sie schreckt auf und sieht sich mit einem Blinzeln um. Natürlich ist das Licht viel zu hell und es dauert ein paar Sekunden, bis sie den Frachtraum wieder erkennt. Das sie dort alleine ist passt nicht zu der stimme, welche sie hat aufschrecken lassen. "Komander?" ... #der Anzug!# ... "Ja?" ... "Nachdem sie die Funkverbindung getrennt haben hatte ich den Eindruck sie benötigten Ruhe, aber inzwischen bin ich mit den groben Arbeiten Fertig und sie sehen verletzt aus. Zusätzlich leiden sie vermutlich unter Sinnesüberreizungen. Wollen sie mich vieleicht wieder anlegen?" ... "Wie kannst du mir helfen?" ... "Bei den Verletzungen im moment kaum, Da mein Regenarum-Speicher genauso leer ist wie der Medo-Port. Aber ich kann ihr Wahrnehmungschwelle senken auf einen angenehmeren Wert." ... "Was ist Regenarum #Heil-Medikament, Militär-Version, erlaubt das Kleben von organischen Verbindungen und beschleunigt die normale Heilung um Faktor 10# ... Ich meine wie ist es zusammengesetzt?" ... "Tut mir leid. ich habe zwar eine Formel nach der ich es scannen kann, aber die Herstellung ist mir unbekannt." ... "Was ist mit dem Medo Port?" ... "Der Medo-Port iniziert in den Körper vor, während oder nach einem Kampf Medikamente oder Drogen. es können sechs vorbereitete Mischungen direkt bereit gehalten werden und zusätzlich gibt es einen Chemischen Separationstank, aus dem etliche Mittel zusammengestellt werden können, was etwa drei Minuten dauert. Leider sind mehrere der Grundstoffe erschöpft und somit ist das Angebot der Mischungen auf rein zivile und der Unterhaltung dienende Mittel beschränkt."

#Drogen? Der Unterhaltung dienend? Na ich hoffe mal das ist legal.# "Gut, öffnen ich steige ein." ... Der Anzug öffnet sich auf der Rückseite, so dass sie in die stiefel steigen kann, jedoch ... "Komander, würden sie bitte die Freizeitkleidung ablegen?" ... "Warum?" ... "Sie wollen weder in die Textilien urinieren noch andere fäkalien hinein geben. Zusätzlich behindert es meine Manipulation ihres Körpers in vielerlei Hinsicht." ... #In die Textilien.... scheissen? Oh ja, das macht Sinn.# ... "In Ordnung." Kaum hat sie sich entkleidet und will es erneut versuchen protestiert der Anzug erneut. "Bitte auch die anderen Textilien." .... #Ich trage doch schon keine Kleidung mehr.... meint der mein Fell?... Ach die Verbände!?!# ... "Das sind Verbände wegen der Verletzungen." ... "Ich werde deren Funktion übernehmen, sobald sie mich angelegt haben."

Beim Dritten Versuch kommt kein Protest, der Helm bleibt sogar offen, aber dann passiert etwas eigenartiges. es wird dunkler im Raum, die scharfen Gerüche werden schwächer, das Summen der Agregate wird leiser und das helle Quietschen des Nanosägens verstummt. Zusätzlich werden die Farben erst blasser und dann wieder intensiver. Die Schmerzen lassen spürbar nach und auch die Bewegung der Haare ist nicht mehr so intensiv. #Ui, das ist ja heftig# "Ich habe sie gerade auf normal Sol-Standard-Empfindlichkeit eingestellt. sie sollten sich damit in einem Schiff bewegen können, das nicht auf sie eingestellt ist." ... "Ich spüre die Schmerzen kaum noch. Ist das wirklich so normal?" ... "Ja, sie sind in den Wahrnehmungsfähigkeiten zwar anderen überlegen, aber auch leicht überreizbar. Sollten sie dies einmal selbst reduzieren müssen, benutzen sie ihr Implantat. Es wird nur schwer sein dies dauernd zu regulieren, wie ich das für sie tue." ... #Ich habe ein Implantat zum schlechter sehen? ... eine Antibrille?

"Also gut. suchen wir mal die Resourcen, welche du benötigst um mich zu heilen." Mit deutlich sicherem Schritt geht sie auf die Tür zum Frachtraum zu, welche sich für sie öffnet, als sie die Hand auf den Schalter legt. #Andy hatte ohne das durchgehen können.# "Anzug.. kannst du ein bild auf die Scheibe des Helmes Projezieren, so dass man mein Gesicht nicht sehen kann?" ... "Ja." .... "Auflistung." ... "Spiegelnd ohne Einsicht, Verdunklung, mit vager Einsicht, Graphiken und Symbole für Arrestierungen, Holo-Simulation eines Kopfes .. vom Totenschädel, bis zum Fernsehstar, volle Klarsicht, IR-Filter, UV-Filter, Radar-Filter, Energon-Filter, Rubiron-Filter, RAD-Filter,... Nur die Energie Emmissionen sind bei Tarnmodies höher als normal und sind als auffällig zu erwähnen." ... #Ich kenne nicht mal alle Filterarten.# ... #Ich brauche ein Passendes Gesicht zu meiner ID.. Menschlich, Weiblich, gerade erwachsen... Zufallsbilder erzeugen.# ... Vor ihrem inneren Auge gleiten Bilder vorbei. Zu viele, also ist es eine Zufallswahl. Blond. Menschlich. #Bild zum Anzug übertragen.# ... "Holo-Bild wird verwendet, sobald der Helm geschlossen wird. sie sollten sich ein Vollkörper-Holo dazu anfertigen für Telefonate und funksprüche in denen der Helm nicht geschlossen ist. Das wirkt authentischer."

Etwas beunruhigt sie der anzug nun doch schon. #Ist das normal für Raumanzüge?# aber es ist keine Zeit, denn sie erreicht die Messe und die Tür zu einem der Räume ist offen. Es wird geredet dort drinnen und intuitiv stellt sie ihre Ohren auf. Kaum ist das Geschehen, nehmen die Geräuschpegel kontinuierlich zu und auch das Licht wird heller und sie spürt die Schmerzen wieder mehr. "Ich weiß nicht was du dir denkst... Das ist eine Piratin... sie hat gemordet bei dem Konvoi... sie ist nicht einmal ein echter Mensch... und sie macht mir Angst." #oh nein!# "Leonid.. willst du ihr wirklich die Kehle mit einem Messer durchschneiden wenn sie schläft? Sie ist verletzt, hilflos und ... " ... Mit einem leisen klicken gibt der Anzug die Blasterpistole frei, so dass sie ihre Hand schon auf dem Griff liegen fühlt. ... "Ja, und sie ist süß und kann traurig gucken, aber ich will nicht in einem Abflusskanal mit einem Kopfschuss enden... Wenn die sie an Bord finden... was dann?" ... "Also ... ja.. es ist ein Risiko... aber kannst du ihr wirklich weh tun?" ... *Schluchzen* "Nein... ich... nein.. nicht jemand so hilflosen... *schluchzt*" ... #verdammt... # Sie Blickt auf die gefährlich aussehende Pistole in ihrer Hand... #Weg damit.. Pistole einstecken .. #

Sie gerät leicht in Panik, als die Personin der tür sich umdreht und den Nebenflur zur Messe herankommt. Schnell dreht sie sich so, dass die Pistole verdeckt ist und setzt ein treuherziges Gesicht auf. "Hi, Andrea... sagt mal haben wir ein paar chemische Verbindungen aus denen man Medikamente zusammenstellen kann?" ... Andrea sieht etwas blass aus, fängt sich aber schnell. "Du kennst dich mit Medizinischer Chemie aus?" ... "Eher Alchemie..." ... *leises Lachen* ... Mit einer gewissen Erleichterung spürt Sie, dass die Waffe wieder im Anzug verschwunden ist. #nicht nachdenken sondern tun.# "Ich glaube ich habe den brauchbar hinbekommen. Es wird aber etliche Modifikationen benötigen. Ich denke mal den haben mir die Piraten angezogen, bevor ich in die Cryostase kam." ... #Mal im ernst.. die wussten bestimmt nicht was das für ein Anzug ist. Also warum war ich auf dem Schiff?#

"Na gut, kleine... was brauchst du?" ... "Einen Schiffsfriedhof, Werkzeug, Ersatzteile und Zeit... ach die Chemie... Moment ich schreibe eine Liste...." #Ich bewege mich zu elegant# .. "Au... *hust* .. ich sollte mich nicht so schnell bewegen... moment.." Deutlich schwerfälliger setzt sie sich an den Tisch, greift den Holostift und schreibt verbeleichende Schriftzeichen auf die Tischplatte. Rund zwanzig verschiedene Materialien... und sehr kleine Mengen. "Das ist alles bekommbar... Nur be den Mengen wird es fragen geben.. wenn dann bestellen wir eine Tonne und lagern die im Frachtraum ein. Und ... willst du wirklich ein eigenes Schiff? Warum? gefällt es dir hier bei uns nicht?" #Was sage ich nun?#

"Es ist zu hell und zu grell, und wenn es dunkler wird seht ihr nichts mehr. Ausserdem kann ich von einem eigenen Schiff aus per Holobild komunizieren und dann als mein eigenes Haustier von Bord gehen. Ich denke mal, das wird das Risiko für euch deutlich verringern. Man stelle sich mal vor, dass jemand von den Piraten hier mitbekommt, dass ihr dort Schrott gesammelt habt und nun ein Haustier habt. Habe ich mein eigenes schiff, so werden sie vielleicht nur versuchen mich zu fangen." ... Im hintergrund fängt Andy an zu lachen. "Das ist mal eine Argumentation um dir ein Raumschiff schenken zu lassen. Die grenzt ja an Schmuggler-Gefasel." ... "Andy... ich halte das für eine gute Idee."
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Schagraulyn » Sa 3. Mär 2018, 20:33

[FORTSETZUNG]

Etwa drei Stunden später wird eine Kiste mit mehren Sätzen "Chemiekästen für Fortgeschrittene" angeliefert. 240 Stück um genau zu sein. Mehr als Genug um dauerstoned zu sein für die nächsten zwei Jahre. Andy durchsucht sogar die Datenbanken nach dem Regenarum. Obwohl es in ihrem Anzug als geheim und Militärisch gekennzeichnet ist, scheint es auf dieser Station legal in der Apotheke erhältlich zu sein. Zumindest eine Version davon. Es gehört sogar in jeden von Raum-Medizinern verwendeten Medo-Koffer. Nur die Wirkungsbeschreibung ist deutlich geringer. Heilgeschwindigkeit Faktor fünf statt zehn, dafür aber nur wenig bekannte Nebenwirkungen. Es gibt noch halblegale Versionen zu kaufen. Ein medizinisches Labor stellt diese her und sie dürfen nur mit Rezept eines Chirurgen gekauft und verwendet werden. Die Nebenwirkungen sind laut "Beipackzettel" deutlich höher und vor allem die Auswirkungen auf die Psyche sind als bedenklich zu sehen. "Gut, bestellen wir zehn Dosen davon und hoffen, dass wir sie nicht einsetzen müssen. du wirst ganz schön teuer Mädchen."

Ein paar Dosen "Rettungscryo-Droge" zu bekommen ist hingegen einfach. Die Galaxi Versicherungsgesellschaft, genauso wie andere weit verbreitete Versicherungsfirmen für Raumschiffe geen sie in kleinen Mengen kostenfrei heraus. Üblicherweise injiziert eine Pilotenlige dieses Mittel, wenn sie aus dem Schiff geschossen wird und beginnt so den Cryoschlaf bis zur Rettung von rund 6,5 Tagen. Solche eine Injektion ist Bestandteil des Wartungsvertrages von nahezu jedem Raumschiff. Eine billigere 1-Tag-Version davon ist in den meisten Raumanzügen vorhanden und kann dort Manuell ausgelöst werden. Sie befindet sich in der Beintasche neben dem Flickzeug und der Erste-Hilfe-Box.

Irgendwann während dem Suchen, Bestellen und Liefern lassen hält andy inne. "Ich mache dir einen Vorschlag. Wenn du mir hilfst das entführte Schiff wieder zu finden... kriegst du einen Anteil.. kannst dir damit ein eigenes Schiff kaufen.. Ich denke nicht, dass wir die Zeit haben nach Raumschrott zu suchen und den wieder fit zu machen. Alleine die dreieinhalb Tage um dich wieder auf die Beine zu bekommen haben die Spur kalt werden lassen. Aber, selbst die welche intensiv weiter gesucht haben, tappen im Dunkeln. Was ich brauche... wir brauchen ist ein klarer guter Hinweis, wo wir weitersuchen."

#Oha.. wie sieht der hinweis aus?# Sie schaut ihn mit ihren großen Augen fragend an. "was soll ich tun?" ... "Gesichtserkennung.... sowas. du setzt dich an den Computer und generierst holobilder von Gesichtern...." ... #Oh verdammt.. das wird nicht funktionieren .. ich würde ja nicht mal dich mit einer Gesichtserkennung finden, wenn ich dich nach meinem ersten Treffen beschreibe# ... Sie zieht die Lippen zurrück, so dass ihre Fangzähne sichtbar werden, was ganz klar wenig zustimmung aussagt. "Ich kanns versuchen."

Die nächste Stunde sitzt sie am Computer und konstruiert Gesichter. wirklich überzeugt ist sie davon nicht, bis sie inne hält. #Anzug.. Datenverbindung aktivieren... hast du Gefechtsaufzeichnungen von der Zeit zwischen meinem Aufwachen n der Cryostase und dem aktivieren der Rettungscryo?# ... +positiv+ #guck in Arsch? achso ..nein ja er hat.# ... #Abspielen#

Das Bild zeigt eine Vorraussicht, die von den Helm-Sensoren kommt. Es ist nicht wirklich Video, sondern eine Mischung aus Video, Energie-Ortung und IR. Etliche Marker wie Radar, UV, LV... sind als deaktiviert angezeigt. Die gesammte Flmsequenz dauert rund sieben Minuten und liefert ein dutzend Personen mit Gesichtern, Ganzkörperbilder, Kleidung, Ausrüstung. Das irritierende an der Aufzeichnung ist, dass jeder von ihnen quasi in einer Zielrfassung dargestellt wird. Auch der Kampf wird gezeigt, wobei der Anzug mit dem Schiff verbunden ist und die Ziel IDs mitloggt. Sie hat zwar etliche male getroffen, aber sehr große Probleme mit der Steuerung und war nur an Abschüssen beteiligt. Es ist klar zu erkennen, das drei weitere "grüne" ähnliche Probleme haben und es die eher etwas größeren Grünen Raumboote waren, welche die efektiven Treffer erzielten.


#Anzug.... hast du Aufzeichnungen von vor diesem Moment?# ... +ja+ ... #auflisten# ... +Eins... beschädigte Datei, die Restauration liegt über meinem Level.... Zwei.. Gesendete Bilddatei, siebenundzwanzig Minuten Umfang ... Drei .. gelöschte Datei, Restauration zu ca 10% möglich.+ ... #Die gelöschte Datei drei speichern und kopieren. Kopie Restaurieren. die Datei Zwei abspielen.# ... +bestätigt+

Es kommen Bilder von mehreren Wandkameras. Sie zeigen ein Labor, welches gerade hochgefahren und reaktiviert wird. Staub ist zu sehen und rund fünfzig große klobige Geräte in denen jeweils ein Raumanzug zu sehen ist, der dem ihren Gleicht. Es sind Computer, Stühle und Skelette zu sehen. Alles weist auf ein Gefecht hin. Gestallten in gepanzerter Kleidung kommen durch die Tür. Sie sprechen, aber es ist kein Audio zu vernehmen. Sie klopfen sich auf die Schultern und beglückwünschen sich. Jeder von ihnen ist bewaffnet und etliche habe sogar ein Firmenlogo aufgedruckt. Dann durchsuchen sie das Labor. Nehmen Zeug vom Boden und begutachten es. Einer klopft gegen die Cryo-Tanks und gestikuliert heftig. Dann beginnen sie die Cryo-Tanks auf "autarke Not-Versorgung" um zu stellen. Sobald einer losgelöst ist wird er aus dem Raum herausgeschwebt. Beim Lösen des vierten bricht plötzlich die Aufzeichnng ab.


Etwas erschüttert bleibt sie sitzen. Dann beginnt sie die Bilder der einzelnen Personen aus der Aufzeichnung zu ziehen. Vergrößern und das Symbol im Computer suchen lassen. Es wird als "Dragons of Blati" identifiziert. Das Firmensymbolan der Wand hingegen sagt dem Computer nichts und so löscht sie es aus der Computersuche. #Wie sage ich es jetzt Andy?# Diese Frage beschäftigt sie eine gute Stunde, bis ihr die Zeit weg läuft und andy an sie heran tritt. "Hast du was für mich?" .... "Ja.... eine Menge Söldner... und jene die mich verkauft haben waren von den Dragons of Blati."
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Schagraulyn » Sa 3. Mär 2018, 21:20

[Fortsetzung]

Andy sieht irgendwie so aus, als habe er nicht mit einem Erfolg gerechnet. Vielleicht kennt er auch diese Dragons of Blati, oder weiß mehr. Vielleicht regelt auch gerade der anzug nur wieder die Wahrnehmungsschwelle. All diese Gedanken gehen ihr durch den Kopf, nachdem sie es gesagt hat. #Hoffentlich fragt er jetzt nicht nach woher ich das weiß.# ... "In ... Ordnung. Hast du Namen für mich?" ... Ihr Blick schwenkt zum Computer. "Etwa ... zwölf der Dragons, und sieben der Söldner. *schluckt* Letztere haben wohl keine Vorstrafen, oder sind mehr Technisches Personal. Vier davon kommen von einer Zeitarbeitsfirma in BD44.. den Rest habe ich vergessen. Sie ist bekannt für schlechten Lohn und es gibt eine Menge Beschwerden wegen Diebstahl, und etliche Schiffe, welche solche Leute beschäftigten wurden aufgebracht und geplündert von den Dragons... Mehr habe ich nicht."

Andys Mundwinkel zucken vernehmlich. "Dann ist ja gut.. ich dachte du hättest zufällig die Poisition des Schiffes irgendwo gefunden... oder sowas." ... #Mann hetz mich nicht, ich kann nicht zaubern# ... "Ähm ... okee ich bin wohl nicht wirklich dafür geeignet.. beim nächsten mal heuern wir einen spezialisten an." ... "Ja gut, ich merke es mir. so lange machst das weiter du... Ich... denke ich weiß was wir tun."

"Hier gibt es eine Werft und einen Gebrauchtraumboothändler. Und ein Förderationsprojekt. Da es nicht genügend Pilotennachschub gibt kann man sich als freier und mutiger Pilot melden und kriegt eine Sidewinder gestellt. klein, wendig, langsam und begrenzte Sprung und Frachtkapazitäten. Das einzigste was es braucht ist ein Amtierender Kapitän, der dir eine provisorische Fluglizenz ausstellt. Und du darfst das Schiff nicht verkaufen, ohne es dir von der förderation genehmigen zu lassen. Dazu kommen noch ein Starkapital von rund tausend Crediten. zu wenig zum Leben und zum Sterben zu viel."

Sie stellt die Ohren auf. #Sidewinders, das waren doch die Schrotteile, von denen die Piraten einige abgeschossen haben.# ... "Okeee und dann?" ... "Dann kaufst du dir ein fuelscope.. also einen Saugrüssel zum Nachtanken an der Sonne und wir fliegen zusammen nach Maya.. etwa achtzig Lichtjahre." ... "Und Maya ist?" ... "Ein Sonnensystem in dem ich vor einiger Zeit viel gehandelt habe. Ich habe noch Freunde und Ausrüstung dort... sogar ein Kampfschiff und es liegt nur rund dreizehn Lichtjahre von Blati entfernt."

Sie lasst die Informationen erst einmal sacken. Ein eigenes Schiff, eine glaubwürdige ID, eigenes Geld, und eine unendlich weite Reise mit Geleitschutz. "Gut, machen wir das. Das hört sich einfach an." Ihr Fell richtet sich aber trotzdem wegen der Anspannung etwas auf. #Verdammt ich muss wohl Lügen üben... das sieht doch jeder sofort.#
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Wolffhagen » Sa 3. Mär 2018, 21:42

Nach den ersten Absätzen sehr geil!
Hast du den Text als epub oder PDF? Das ist leichter zu lesen. Ist ja doch eine ganze Menge.
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Re: [RP-Roman] Warpstone I "Es beginnt mit Dunkelheit"

Beitragvon Homunk » So 4. Mär 2018, 06:41

Spannender und gut gelungener Einstieg in die Geschichte. :daumen:
Freue mich schon auf mehr.

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Die Sidewinder "Rostlaube"

Beitragvon Schagraulyn » So 4. Mär 2018, 09:30

[Fortsetzung]

Rund eine Stunde später sind die provisorische Fluglizenz von den Behörden heruntergeladen und von Andy ausgefüllt. Etliche Einträge sind gelogen, dass sich die Rumpfstruktur der Asp biegt. Angeblich stamm diese Schagraulyn van Zoff wohl von einer Bodenstation im System LHS 3447, hat die Schule mit eher mittelmäßigem Erfolg knapp bestanden. Es gibt Zusatzkurse in Raumschiff-Technik, Sytemprogrammierung und Interstellarer Navigation. Doch natürlich hatte sie eine Jugend. Bastelkurse, Tanzen, zwei gelöschte Jugendstrafen wegen Diebstahl und übermäßigem Alkohohlkonsum mit Ruhestörung.

Sie ist derzeit dreiundzwanzig SOL-Jahre, unverheiratet, ohne Kinder, Blond, wiegt 73 Kg, und stammt aus den Unterschichtsverhältnissen der Bodenstation. Die Familie Arbeitet dort als Industrie-Helfer und wurde zwei mal wegen Schwarzarbeit mit einer Geldstrafe belegt. Dieser Lebenslauf ist natürlich deutlich Grauer, als jener, den sie selbst per zufall erstellt hatte, aber er sag irgendwie natürlicher aus. So jemanden guckt man nicht genauer an.

"Weißt du dass dich der Raumanzug dick aussehen läßt?" ... Sie dreht den Kopf zu Andrea herum, welche sie skeptisch anschaut. "Er mag ja funktionieren, aber es ist schon ein häßliches Teil." ... "Und das ist schlecht?" ... "Naja, viele Funkoffiziere lassen dich deutlich schneller irgendwo hereinfliegen, wenn du hübsch aussiehst. so.. sexy. *kichert* deswegen mache ich die problematischen Anflüge als Copilot und rede mit der Raumstation. Bei Andy sind die oft ganz schön stoffelig." ... #Was ist stoffelig?# ... "Also sollte ich für die Funkübertragung einen SEXY .. Raumanzug einprogrammieren? Wo finde ich Bilddaten dazu?" ... "In der Werbung. Es gibt hier sogar Holo-Rundumbilder, damit der interessierte Kunde sie sich vorher ansehen kann. Geh mal in die Nass-Zelle und ich schicke dir ein paar auf den Spiegel."

Andy ist an zu sehen, dass "Raumanzüge anprobieren *Kopfschüttel*" niemals eine ganze Stunde dauern könnte, aber am Ende fällt die Wahl auf den roten körperbetonten Anzug, Der wirklich viel Geld kostet. eigentlich zu teuer für jemanden, der sich eine Sidewinder sponsern lassen muss. Also gibt es dann noch ihren original Anzug in fleckig, zerkratzt und mit drei mal übermalten Erkennungsmarkern.

Die Zeit, welche die beiden Frauen mit dem Holo-Anprobieren beschäftigt sind nutzt Andy um sich mit den Behörden in Verbindung zu setzen. Es läuft nicht ganz so glatt wie erhofft, aber das liegt nicht am Lebenslauf, sondern eher an dem Beamten.

"Förderations-Amt... Myrunbar am Aperat. Sie haben die Nummer siebzehn. rufen sie in zwei Stunden wieder zurrück. *klack*"
Dem hartgesottenen Raumfahrer fällt etwas die Kinnlade herunter. Die nächsten drei Anrufe werden von zwei weiteren unterschiedlichen Beamten mit eher zufälligen Wartenummern abgebrochen. Kurz spielt er mit dem Gedanken der Polizei einen anonymen Hinweis auf eine Geiselname im Förderationsamt zu geben und dann zu zu sehen wie die Beamten bei ihrer Party unterbrochen werden, aber das währe sehr auffällig. Also erhebt er sich und geht von Bord.

Rund eine Stunde später kommt er breit grinsend wieder an Bord und legt die Piloten-ID-Card, die Kauf-Card für eine Sidewinder nach Wahl im Raumbootshop, den Credstick mit den 1000 Cr, einen Einkaufsbon für Pilotenausrüstung im Raumfahrershop, sowie den Einkaufsbon für ein Bodenfahrzeug auf den Tisch. Sein Grinsen wird breiter, als Andrea ihn fragt ob alles in Ordnung sei. "Nein, alles kein Problem... es lief alles... glatt." ... Bei diesen Worten runzelt Andrea die Augenbrauen und guckt ihn deutlich schärfer an. Diese Redewendung war doppeldeutig.

Die Erlaubnis zu haben etwas auf Förderationskosten zu kaufen und es dann zu kriegen sind Zwei verschiedene Dinge. Warum soll man für das Selbe Geld ein Neues Schiff verkaufen, wenn man auch ein gebrauchtes dafür los werden kann. Also haben alle drei Händler offiziell nur noch gebrauchte Sidewinder mit geringen Gebrauchsspuren und frisch repariert. Natürlich bieten sie an, deutlich größere Schiffe zu verkaufen und die halbe Kaufsumme der sidewinder in Zahlung zu nehmen. Irgendwann wird Schagraulyn dann so ungeduldig, dass sie mit einem "Dann nehmen wir halt eine Rostlaube!" kurz darauf die Besitzerin einer rund zehn Jahre alten Sidewinder ist, deren Liste an Vorbesitzern den zweistelligen Bereich erreicht hat. Die erste Handlung als Besitzerin ist noch auf dem Transportzug auf das Schiff den Namen "ROSTLAUBE" auf zu sprühen.

Das Schiff macht seinem Namen alle Ehre. Es stinkt. Die Triebwerkskühlung ist leck, der Schildgenerator ist aus der Phase und hat eine 10% Strukturlücke, die Computeranlage hat mindestens drei vieren von minderer Problemstufe, und etliches mehr. Mit diesen Aussagen konfrontiert tauscht der Händler die starr montierten Waffen gegen einen Flex-Imulse-Laser und eine Flex-Gattling aus. Kostenlos und mit einem treuherzigen, seeleschmelzenden Blick.

Zum Glück sind diese schiffe mit einem Modular-System gebaut, so dass man die Waffen schnell und einfach austauschen kann. Dass die Anschlüsse leicht korrodiert sind und es so zu vereinzelten Feuerunterbrechungen kommen wird verschweigt der Händler. Breit grinsend verkauft er dann noch einen Saugrüssel für Treibstoff.

Dann endlich wird das Raumboot mit dem Transportzug zur Landeplattform transportiert und aufgetankt. Die kleine Schleuse am Heck öffnet sich ohne murren, als sie an Bord geht. Die Brücke besteht aus einer Pilotenliege, sowie etlicher Bedienpanele, die man gut erreicht, wenn man sich seitlich aus dem Sitz lehnt. Es gibt dann rund zwei Quadratmeter bis zur Flur-Tür und daneben ein Duschklo, sowie einen Kühlschrank mit Microwelle. Der flur hat zwei Türen zu den seitlichen Maschienenräumen, welche noch etwas Platz haben. Die Maschienen sehen grob wuchtig aus. Klasse E Qualität.

Mit etwas Bedenken setzt sie sich hin und schaltet die Flugsimulation ein. Nach wenigen Sekunden entfährt ihr ein "Wie soll man den ndamit fliegen!?!" und so bringt sie die nächste Halbe Stunde damit zu, die Steuerung um zu programmieren.

"Hei, angucken... ja... Anfassen ... nein!"
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