Ein lange aufgeschobener Plan

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Re: Ein lange aufgeschobener Plan

Beitragvon Franken » Fr 2. Feb 2018, 20:10

Dein frisch poliertes Blau ist doch noch recht ansehnlich... Mal sehen wie es am Ende der Reise aussieht. Ich hoffe du hast genügend antibiotische Farbe und Pinsel dabei.

Wünsche eine gute Reise und immer einen Hauch von Sternenstaub unter dem Kiel
Fly safe o7
. . . Mein Schiff Akademic Sojus . steht in einem Nebel und rostet . .
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Franken
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Re: Ein lange aufgeschobener Plan

Beitragvon macleoid » Sa 3. Feb 2018, 19:14

„Diese Fragen beschäftigen uns von der galaktischen Kartographie schon seit vielen Jahrzehnten.“ Der Professor schenkte sich noch einen Centaurischen Mega Gin in den Hutton Mug ein, den er von mir bekommen hatte. Wie könnte man nur dieses schreckliche Gesöff trinken? Das war mein ungelöstes Rätsel.

„Ende des zwanzigsten Jahrhunderts“, fuhr er fort, „machte man grosse Fortschritte in der Manufaktur von Infrarotteleskopen. Die Wissenschaftler wollten den ganzen Nachthimmel mit einem für damals hochempfindlichen Sensor im infraroten Bereich durchsuchen. Sie erhofften sich Antworten zu Fragen über die Struktur der Galaxie und ihren Zusammenhalt. Sie nannten das Projekt Two Microns All Sky Survey.“

„Daher also die Bezeichnung 2MASS für die Systeme bei einigen Nebeln“. Ich nahm einen Schluck aus meinem Mug. „Exakt. Und wie sie wissen, wurden damals einige seltsame Daten aufgezeichnet und daraus noch viel seltsamere Theorien entwickelt.“

„Diese Theorien sind doch wohl im letzten Jahrtausend bestätigt oder widerlegt worden?“ „Nun, natürlich. Doch aufgrund der Entwicklung der Raumfahrt, ihren technischen Fragestellungen und Entdeckungen, sind einige offene Fragen vergessen worden. Nun wollen wir diese Lücken aber schliessen. Wir brauchen die Bestätigung der Daten“.
„Und dazu brauchen Sie mich?“
„Ganz recht. Ihr Schiff, Ihr Können und ein paar weiterentwickelte Sensoren.“ Der Professor kam auf mich zu. Ich roch den Gin in seinem Atem. „Besorgen Sie sich diese bei einem Ingenieur, fliegen Sie los, erheben die Daten und liefern bei mir ab. Es soll auch Ihr Gewinn sein.“
Da war ich mit ihm nicht ganz einig. „Die Gegend um den Orion ist schon sehr gut erforscht, ich werde also kaum neue Entdeckungen machen. Die schmälert mein Gewinn. Könnten Sie nicht ebenso die gesammelten Daten all jener Piloten, die die ganze Gegend da schon mal gescannt haben, zu Rate ziehen?“
„Gute Frage, aber leider nein, nicht möglich. Wir benötigen spezielle Scans.“
Ich seufzte innerlich und war wohl von den Gindämpfen benebelt. „Zeit hätte ich ja, um Ihnen zu helfen.“
„Dann sind wir uns einig.“ Der Professor schaute mich befriedigt an und stiess seinen Mug an meinen. „Cheers.“

Ein Mann, ein Wort. Und so begann ich die 2MASS und ORIONIS Systeme zu scannen. Ein Zylinder voller Sterne, hauptsächlich der Klasse M, 25 Lichtjahre im Durchmesser und etwa 100 Lichtjahre lang. Na dann Prost. Alpha Centauri war für mich gestorben.

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