Logbuch der „Endeavour of Brani“

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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon ansi4713 [UGC] » Mo 24. Aug 2015, 19:17

Sternzeit 330108241710

Irgend etwas ist direkt hinter der Cockpittür, ich höre es ganz deutlich. Ich schleiche mich also an die Tür, den Blaster in der Hand und betätige den Mechanismus.
Was zum Teufel, wo kommt DER denn her? Das ist ja ein fast vorsintflutliches Modell von einem humanoiden Roboter das da in einer gelbbraunen Uniform vor mir steht. Aber so langsam dämmert es mir woher dieses Stück Technik stammt.
Die ganze Geschichte begann vor etwa 2 Wochen als ich plötzlich eine anonyme Einladung zu einem laut Karte leerem System erhielt. „Erscheinen Sie sonst weinen Sie“ stand noch auf der Einladung. Eigentlich wollte ich die Einladung schon wegschmeißen, aber die Neugierde war dann doch größer. Ich programmierte also den Navigationscomputer mit dem beigelegten Datenchip und machte mich auf die Reise.
Kaum war ich im System angekommen spielten plötzlich die Instrumente verrückt und das Schiff lies sich nicht mehr steuern. Irgend etwas hatte die Kontrolle übernommen. Alle Anzeigen fielen aus und ich konnte nur noch zusehen wie ich immer weiter auf einen Gasriesen zuflog und dann langsam in die Atmosphäre eintauchte. Die Minuten vergingen und ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mit meinem Leben abgeschlossen. Aus dieser Hölle wird es kein entrinnen mehr geben. Noch ein paar hundert Meter und die M.U.L.E. würde einfach implodieren.
Plötzlich gab es einen Ruck und das Schiff steuerte auf einen winzigen Punkt zu. Ich traute meinen Augen nicht, aus dem Dunst schälte sich langsam eine Station heraus. Wie hatten die das geschafft, eine Station dort zu platzieren. Dafür müssen Unmengen an Energie notwendig sein. Immer näher kam ich der Station und schließlich wurde das Schiff auf einem Landepad abgesetzt und nach unten gefahren.
Die Einstiegsluke öffnete sich mit einem deutlich vernehmbaren zischen und als ich durch sie hin durchtrat warteten bereits 2 Sicherheitsbedienstete auf mich. Sie brachten mich in einen Besprechungsraum wo ich bis auf weiteres warten sollte.

Ein paar Minuten später öffnete sich die Tür und eine in einen weißen Overall gekleidete Frau trat herein. "Sie sind also ansi4713"
"Kommt drauf an, wer sind sie?"
"Hmm, ich habe sie mir etwas anders vorgestellt, aber gut. Ich bin Mitarbeiterin einer Organisation, die dem Schutz der Galaxis dient. Mehr brauchen Sie im Moment nicht zu wissen."
"Oh nein, bitte nicht, ich hasse Klischees..."
"Ah, es ist nicht ganz so wie sie jetzt denken, wir sind Wissenschaftler und untersuchen unter anderem die Auswirkungen der Zivilisation auf das Universum. Unnötige Gewalt liegt uns Fern.
Und damit komme ich auch zu meinem Anliegen, können Sie sich noch daran erinnern das das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxis Lila eingefärbt wurde?"
"Wie könnte ich das vergessen. Ich hab damals zusammen mit einem anderen Piloten versucht dem Wahnsinnigen den Weg abzuschneiden."
"Wir haben Messungen am Sagittarius A* vornehmen lassen und festgestellt das durch die Aktion damals ein leichtes Ungleichgewicht erzeugt wurde, die dazu führen könnte das Sagittarius A* destabilisiert worden ist und dadurch vermehrt Hawkingstrahlung freigesetzt wird und dadurch..." Ich muss an der Stelle wohl geguckt haben wie eine altersschwache Sidewinder. "Ok, lassen sie es mich einfacher ausdrücken... Galaxis machen bald BUMM? Jedenfalls haben wir dank einiger Aufzeichnungen die in einem alten Roboter, der aktuell eine Therapie macht, eine Möglichkeit entdeckt die Einflüsse umzukehren und damit das schwarze Loch wieder zu stabilisieren. Allerdings müssen dazu ein paar Module in die Nähe des Zentrums gebracht werden ohne das zu viel Aufmerksamkeit erzeugt wird. Schließlich wollen wir keine Panik auslösen. Wir konnten bereits einige Explorer dazu überreden dies zu tun, es fehlt jetzt nur noch das zentrale Kontrollmodul. Sie erhalten von uns also nochmal ein Chance "
Ich nickte gedankenverloren, als ich daran dachte was damals vorgefallen war. Es war meine erste Reise die ich unternommen hatte, erst gehetzt von einem Assasinen, dann die Geschichte mit dem lila Daemon und zum Schluss auch noch die Fehlfunktion die mich mehrere tausend Lichtjahre in einem Sprung hat machen lassen und bei dem ich im Hyperraum dieses 8-Eckige Raumschiff gesehen habe.

"Oh, ich hatte gedacht es würde schwieriger sein sie zu Überzeugen. Hier ist ein Datenchip mit den Koordinaten der Forschungsstation wo sie das Modul abholen können."
"Hmmm... äh, ich hatte doch nur..."
"Wir und die gesamte zivilisierte Welt wird es Ihnen danken, nun gut, wenn sie davon erfahren würde natürlich. Einen schönen Tag noch."
Und damit war ich wieder alleine im Raum. Kurz darauf kamen die 2 Sicherheitsleute wieder und führten mich zurück zu meinem Schiff wo ich mit den Navigationscomputer mit dem Datenchip fütterte.

"Isaac Asimov Stiftung, kommt mir irgendwie bekannt vor." dachte ich als ich die Station verließ und auf einem vorprogrammierten Kurs aus der Atmosphäre des Gasriesen gesteuert wurde.
Erst nach dem ersten Hyperraumsprung hatte ich wieder Kontrolle über das Schiff.
Nun gut, da ich also offensichtlich gewillt war zum Sagittarius aufzubrechen musste ich erst mal zurück, das Schiff wechseln und meine "Endeavour of Brani" auf Reichweite trimmen.
Der Techniker machte zwar große Augen auf was ich alles verzichten wollte, aber das war eher sein Problem. Für mich war nur wichtig, das ich möglichst schnell aufbrechen konnte.

Zwei Tage später kam ich bei der Isaac Asimov Stiftung an und wurde von einem Wesen begrüßt, das aussah wie wie ein Sitzsack mit 4 Beinen und Zwei Armen. Ganz unwillkürlich zuckte meine Hand kurz in Richtung des leeren Holsters (die Waffe hatte ich mit Absicht im Schiff gelassen, schließlich war ich ja in friedlicher Absicht hier), aber ich hatte mich schnell wieder unter Kontrolle. Das Wesen, das sich als Douc Langur vorstellte bemerkte diese kurze Unsicherheit und meine nur das es die Menschen wohl nie ganz verstehen werde. Später plauderten wir noch über das eine und andere während das Kommandomodul an Bord meines Schiffes verstaut wurde.
Als er mir den Roboter zeigen wollte auf dessen Aufzeichnungen der Plan basierte gab wurde er allerding unruhig, da dieser nicht aufzufinden war. Er stammelte noch irgend etwas von seinem Logikor, aber was es damit auf sich hatte verstand ich nicht. Nun gut, der Roboter würde sich schon wieder einfinden, ist schließlich ein ausgezeichnetes Modell wie mir Douc Langur versicherte. Hat sogar einen Navigationslehrgang absolviert und sollte hier eigentlich nur noch ein wenig unter Beobachtung bleiben, da er für eine ganze Weile in einem elektronischem Koma gelegen habe, bis ihn seine Besitzerin wieder abholt.
Kurz darauf starte ich die Triebwerke und setzte Kurs auf das galaktische Zentrum.

Bislang verlief die Reise ohne besondere Vorkommnisse und jetzt das. Es muss sich dabei um den Roboter handeln, den mir Douc Langur zeigen wollte. Ich hab keine Ahnung wie es ihm gelungen ist unbemerkt an Bord zu kommen.
Nach einem überraschten Augenblick erzählte er mir einiges über sich. Sein Name ist „Augustus“ und wen ich wollte könne er auch für einige Zeit die Steuerung übernehmen, aber eigentlich möchte er zurück zu seiner Besitzerin. Und außerdem muss er auch noch aufpassen, das das Kommandomodul nicht beschädigt wird.

Na toll, jetzt habe ich nicht nur einen Auftrag am Hals den ich nicht wirklich wollte und der mich bis zum Zentrum der Galaxie bringt, sondern auch noch einen Roboter mit Heimweh. Na ja, Ich konnte Ihm wenigstens noch den Namen der Besitzerin entlocken und habe festgestellt, das sie nur ein paar tausend Lichtjahre vor mir durchs All fliegt. Dann will ich mal die Triebwerke wieder anwerfen, eventuell hole ich sie ja bis zum Zentrum noch ein.



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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon Lilith [EoT] » Mo 24. Aug 2015, 19:40

.oO ... Und ich dachte, ich wäre den Blechmann endgültig los. Na mal schauen, vielleicht kann ich noch ne Schippe beim Antrieb drauflegen und verduften bevor die mich einholen. :sm19:
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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon Ben Wolf Romach » Mo 24. Aug 2015, 21:29

Schöne Geschichte. Danke dir dafür. Immer diese Roboter...
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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon ansi4713 [UGC] » Mi 26. Aug 2015, 00:19

Sternzeit 330108252145

Computer, Tee Earl Grey, heiß

Nachdem ich gestern mich erst noch mit Augustus, meinem blinden Passagier, befasst habe ging es heute doch recht flott voran. Ich habe die Fähigkeiten von Augustus schätzen gelernt in diesem Bereich der Galaxis eine Route zu planen. Ich bin immer wieder erstaunt das er eine Route hier in der Gegend unter 20 Sekunden geplant bekommt. Er meinte, er verwendet dafür eine einfache Vorberechnung um eine optimale Routenlänge festzulegen.

Ansonsten sind wir dabei Strecke zu machen, einerseits um die Ladung möglichst schnell an Ort und Stelle zu bringen, andererseits hoffen wir noch Mrs Lilith einzuholen da Augustus den Wunsch hat wieder an Bord der Hüpfer zu gehen, er fühle sich dort einfach heimischer. Er hat mir aber versprochen die Formel für die Vorabrechnung in den Bordcomputer zu übertragen.

Ansonsten verbringt er viel Zeit bei dem Kontrollmodul, anscheinen hat er da ein verstecktes Faible für. Keine Ahnung was ihn daran so fasziniert.


Also dann, heute mal keine Bilder, sondern nur noch eine kurze Aufstellung der entdeckten Sehenswürdigkeiten der letzten zwei Tage:

Neutronensterne 1
Terraforming 17
Wasserwelten 18
Erdähnlich 3

Entfernung bis Sag A* ca. 4850 Lj

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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon Ben Wolf Romach » Mi 26. Aug 2015, 00:21

und gebt nicht mir die Schuld - ich hatte von der Isaak Asimov Stiftung nur gehört...
Ich hab nichts damit zu tun... zum Glück bin ich weit weg...
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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon KillahFace [UGC] » Mi 26. Aug 2015, 01:26

Super Geschichte freue mich schon auf die Fortsetzung, ...

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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon ansi4713 [UGC] » Fr 28. Aug 2015, 00:12

Sternzeit 330108272150

Ich habe heute einen Bericht von Mrs. Lilith empfangen. Es ist schlimmer als wir alle dachten. Sag A* wird nicht mehr nur von einem leichten lila Schimmer umspielt sonder pulsiert jetzt auch schon und dann das Lila grauen.... :sm46: Brr... Computer, Tee, Baldrian, heiß...

Ich versuche die verbleibende Strecke so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, wobei mir Augustus eine gute Hilfe ist. Die Routenberechnungen gehen schnell vonstatten und auch wenn es eine schnelle Route ist, so findet man doch immer wieder mal etwas interessantes. Leider komme ich durch vorhandene RL Verzerrungen nicht so schnell voran wie gehofft.

Anbei noch ein paar Impressionen der letzten beiden Etappen:


Natürlich darf ein Bild von dem erdähnlichen Planeten gestern nicht fehlen.
Bild

Und wenn das mal kein heißer Ausblick ist.
Bild


Statistik seit dem letzten EIntrag:
Neutronensterne 2
Wasserwelten 21
Terrforming 5
Erdähnlich 1

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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon Lilith [EoT] » Fr 28. Aug 2015, 00:48

Ich wünsche Dir und uns allen einen schnellen und sicheren Flug. Vor allem aber, dass es Dir gelingt die Lilaness aufzuhalten. :sm1:
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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon KillahFace [UGC] » Fr 28. Aug 2015, 03:07

Ja das schnelle voran kommen ist so eine Sache für sich... und dann auch noch diese fiesen RL interdictios *furchtbar*

Auf jeden Fall weiter hin guten Flug

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Re: Logbuch der „Endeavour of Brani“

Beitragvon Hans Olo » Fr 28. Aug 2015, 07:11

Spannende Geschichte :).

Da hast Du ja noch einiges vor Dir.

Ich drücke Dir die Daumen bei Deiner Mission!


Gruß
Hans aka Lukas
Zuletzt geändert von Hans Olo am Sa 29. Aug 2015, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
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