Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colonia)

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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Pilot Pirx » Di 29. Mai 2018, 11:09

Gotthard von Braun hat geschrieben:… Bin inzwischen selber einige Planeten - oder eher Monde angeflogen, aber mir fehlt da der Plan.
Hab bis jetzt keine vernünftige "Variante" oder Flughöhe gefunden, um halbwegs effizient so ne Kugel zu inspizieren oder zu scannen.
Je weiter man runter geht, desto schneller verliert man ja auch die Übersicht!
Wär echt mal dankbar über konkrete Aussagen, wie man das angeht.
Sprich Flughöhe, Erkundung nach Höhen und/oder Breitengraden, etc?


O7 Commander!

Die Antworten auf deine Fragen dürften – wenn sie für dich hilfreich sein sollen – einen gewissen Umfang einnehmen, der IMHO den Rahmen dieses Reiseberichtes sprengt.

Daher hier - in Kurzform - einige Bemerkungen und Links, die dir u.U. weiterhelfen.

Da ich nicht genau weiß, wie deine Vorkenntnisse in Sachen Oberflächenerkundung sind, nenne ich einige Stichworte und Begriffe, mit denen du dich beschäftigen könntest:

  • Auffinden und Vorraussetzungen geeigneter Kandidaten (Planeten, Monde) für die Suche
  • Gleitflugphase und Suchmethoden
  • Radarsensoranzeige im Cockpit, Einstell-Möglichkeiten
  • „Tick“
  • Arten und Auftreten von POI im Radar bzw. deren Bedeutung bei der Geysir- und Organics-Suche
  • Navigation anhand von Lat-Lon-Anzeigen und -Angaben
  • Abschätzen von zeitlichem Aufwand und Ertrag

Links:

In diesem Forum:


Im Frontier-Forum Explorer-Bereich (Englisch):

Von Cmdr. Baton:


Allgemeiner, ausführlicher Thread von Cmdr. MadRaptor (hier geht‘s neben Geysiren und Vulkanen auch um „Organics“ und Methoden):


Du hast geschrieben "... hin zur systematischen, möglichst lückenlosen Erkundung weiter Oberflächenbereiche..."
Kannst du das mal näher erklären?


Im o.g. Beginners guide zur Geysir-Suche wird auf die systematische Erkundung entlang von Breiten- bzw. Längengraden eingegangen.

Hierzu ist eine gewisse „Flugtechnik“ notwendig, um möglichst wenig Lücken in der Oberflächenabdeckung zu haben. Folgende Grafik verdeutlicht das ein wenig:




Wichtig: Das Vorgehen bei dieser Art des Suchfluges kann/sollte anhand persönlicher Vorlieben und vor allem des verwendeten Schiffes variiert werden (bei der Grafik habe ich mit den Erfahrungen einer ingenieurtechnisch verbesserten AspX gearbeitet – mit einer Anaconda würde ich das gleich ganz bleiben lassen … ;) )


HTH und Sicheren Flug!
Zuletzt geändert von Pilot Pirx am Di 29. Mai 2018, 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Gotthard von Braun » Di 29. Mai 2018, 11:50

Danke für die ausführliche Antwort;-)
Allein das Diagramm bezüglich Anflug ist ja genial. Glaub kaum dass irgendein Anfänger den Gedanken an ein Flugmanöver mit Erkundung der Oberfläche in Verbindung bringt.
Insofern gleich mal ein "Anstoss" an die grauen Zellen :sm19:
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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Franken » Di 29. Mai 2018, 12:11

Wow, bin wiedereinmal sprachlos... Tolle Bilder und super beschrieben. Und dann auch noch mit fachlicher Dokumentation... Sehr beeindruckend :)
. . . Mein Schiff Akademic Sojus . steht in einem Nebel und rostet . .
Bild
= = > Mein Fotostream < = =
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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Jimbo Lazy [EoT] » Mi 6. Jun 2018, 18:04

Wie immer - super klasse Schilderung und Bebilderung!
Du gibst Dir so viel Mühe - Danke :daumen:
Sichere Weiterreise :sm25:
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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Janjalan » Mi 6. Jun 2018, 21:36

o7 Pilot Pirx1

Vielen Dank für die wieder exquisit bebilderte Fortsetzung von Deinem Reisebericht. Dein kurzer Abriss zu Suchmethode mit den Verweisen ist auch sher ützlich - wollte man sich das alles selbst im frontier-Forum zusammensuche dauerte das ewig und das Bild zur Super-Glide-Suchmethode habe ich so auch noch nirgendwo anders gesehen. :daumen:

Hab ja großen Respekt vor Deinem Forschungsvorhaben an sich. Hin und wieder mal einen Abstecher auf einen Planeten zu machen, um dort nach Geysiren zu suchen ist ja die eine Sache - aber systematisch die Breitengrade abzugleiten eine deutlich zeitintensivere. Da, wo ich das bisher angefangen habe (kleine Planeten) reißt mir i.d.R. nach spätestens 1-2 Umrundungen der Geduldsfaden.
Wie machst Du das auf deiner Forschungsreise? Hörst Du Musik, Radio oder ganze Hörspiele im Hintergrund oder sitzt Du wirklich Stunden mit ungeteilter Aufmerksamkeit vorm Rechner und lauerst auf den einen POI, der durch´s Bild huscht?
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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Pilot Pirx » Mi 6. Jun 2018, 22:18

Janjalan hat geschrieben:...Hin und wieder mal einen Abstecher auf einen Planeten zu machen, um dort nach Geysiren zu suchen ist ja die eine Sache - aber systematisch die Breitengrade abzugleiten eine deutlich zeitintensivere...
Wie machst Du das auf deiner Forschungsreise? Hörst Du Musik, Radio oder ganze Hörspiele im Hintergrund oder sitzt Du wirklich Stunden mit ungeteilter Aufmerksamkeit vorm Rechner und lauerst auf den einen POI, der durch´s Bild huscht?


Zeitintensiver ja, aber - nach meinen Erfahrungen - auch lohnender. Die Intention dieser Reise ist ja die Suche nach organischen Lebensformen in oder in der Nähe von Nebeln. Das Vorgehen, zunächst mehr Zeit und Aufwand in das Finden geeigneter Monde zur Suche zu investieren, und diese Kandidaten dann intensiv abzusuchen, hat sich - für mich - bei dieser Aufgabe als das vielversprechenste und erfolgreichste erwiesen.

All das von dir erwähnte Unterhaltungsprogramm kommt tatsächlich zum Einsatz ;) . Wie aber die Grafik der "Suchflugkurve" evtl. erahnen lässt, sollte die ungeteilte Aufmerksamkeit schon den Instrumenten im Cockpit gelten, sonst verpasst man vielleicht den spektakulären, großen Fund :mrgreen:

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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Pilot Pirx » Mi 13. Jun 2018, 20:21

Etappe 04

Zunächst möchte ich mich bei allen Kommentatorinnen und Kommentatoren herzlich bedanken! Euer Zuspruch sorgt sowohl für Motivation als auch für mehr Spaß am Spiel. :-)

So liegt der Umstand, dass ich diese Expedition kurz vor ihrem Ende abbreche, sicherlich nicht an fehlender Resonanz, ganz im Gegenteil!

TWIMC: Am Ende dieses Berichtes, habe ich dazu – anstelle einer Abschlussstatistik - eine kurze Begründung geschrieben.


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Absolvierte Route:



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13. Iowhail AA-A H93 (n.n.)

Ein großer Nebel, der über seine gesamte Ausdehnung erstaunlich viele Systeme mit B-Klasse-Sonnen enthält. Eigentlich sehr gute Voraussetzungen zum Auffinden weiterer Weltraum-Kürbisse. Und tatsächlich konnten gleich mehrere vielversprechende Monde ausgemacht werden, so dass die Auswahl, welcher davon für die systematische Suche angeflogen wird, gar nicht so einfach war. Und dann wurden auch endlich wieder Kürbisse gefunden (u.a.), diesmal sogar unter leicht veränderten Bedingungen: Vorkommen von Leben ist belegt.



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14. Byua Aim AA-A H16 (n.n.)

Ein weiterer großer Nebel, der sich aber als äußerst widerspenstig erwies. Trotz abwechslungsreicher System-Zusammensetzung und vielen B-Klasse-Sonnen in unmittelbarer Nachbarschaft hatte ich einfach kein Glück beim Aufstöbern passender Suchobjekte. Es war, als hätten sich all die geeigneten Monde und Kleinplaneten vor mir versteckt. Mit eigentlich unvertretbar hohen Zeitaufwand konnte dann doch ein einigermaßen tauglicher Mond gesichtet werden. Wie befürchtet, war dann nochmal viel Zeit zum Finden einer einzigen Kolonie Fungal Cones (Kegelpilze) notwendig. Bei Verlassen des Nebels, also dem letzten Sprung vor Ort, tauchte dann wie aus dem Nichts ein idealer, kleiner Mond auf; nach wenigen Such-Gleitflügen war dann eine weitere Kolonie Cones auf der Fundliste – als wollte mir der Nebel eine lange Nase drehen ... Aber immerhin: Vorhandensein von Leben bestätigt.



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15. Byua Aim AA-A H63 (n.n.)

Ein kleiner Nebel, ziemlich genau 17.000 Lj von Sol und 1.200 Lj oberhalb der galaktischen Ebene. Trotz vergleichsweise weniger Systeme war es möglich, einen Suchkandidaten auszumachen. Nach Durchkämmen von 8 bis 5° nördlicher Breite war der Nachweis von Leben erbracht, und ich folgte dem Drang weiter zu ziehen …



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16. Boewnst AA-A H87 (Venetian-Nebel)

Ein Nebel mit vielfältiger Zusammensetzung, der auf der direkten Strecke zwischen Bubble und Colonia liegt. Ein aussichtsreicher Himmelskörper zur Suche war bald gefunden, und der Beleg für das Vorkommen von Leben wurde erbracht. Einige Vulkane und Fumarole konnten auch noch entdeckt werden.



Im in diesem Nebel liegenden Außenposten Polo Harbour endet diese Forschungsreise, kurz vor ihrem geplanten Ende.

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Fotomaterial


















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Abbruch der Expedition

Nach dem was auf der Lavecon über die Änderungen zu hören und zu sehen war, die das Update von Q4 in einem halben Jahr bringen wird, sehe ich keinen Grund und Anreiz mehr, diese Expedition fortzusetzen.

Mit den neuen DSS-Sonden wird sich die Oberflächenerkundung von Himmelskörpern im ED-Universum wandeln (ob zum positiven oder negativen, bleibt abzuwarten). Warum also viel Mühe in ein Vorhaben stecken, wenn das Ganze in 6 Monaten in völlig anderer (einfacherer?) Form funktioniert und abläuft?

Die erneuten Änderungen in der Oberflächenstruktur von Planeten und Monden werden zudem – da bin ich sicher – wiederum zum „Verschwinden“ bis dahin gefundener vulkanischer und biologischer Strukturen führen. Weiteres Dokumentieren und Teilen von Funden, Fundorten und Fundbedingungen ist somit unsinnig. Spielinhalte, die seitens der Entwickler in schöner Regelmäßigkeit gelöscht werden, verdienen keine Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang mehr.

Ich werde weiterhin – mit gebremsten Schaum – nach Dingen suchen, denn Suchen und Finden machen mir nach wie vor Spaß. Ebenso werde ich evtl. hier und da – je nach Lust und Laune - mal ein paar Fotos posten. Zusammenstellende Schilderungen und Dokumentationen von Funden und Fundorten, in Form von Berichten oder Anleitungen, werde ich aber nicht mehr anfertigen oder aktualisieren.

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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Elite-Gold » Mi 13. Jun 2018, 20:44

Sehr geile Berichte und Fotos! Vielen dafür!
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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon ToM-TT » Mi 13. Jun 2018, 21:22

Vielen Dank mal wieder für die tollen Berichte, Bilder, Entdeckungen und auch das Präsentieren!
Besser geht's nicht denke ich!

Ja und schade das du abbrichst, aber ok.
Ich warte auch auf Q4 bevor ich mal richtig weit raus fliege.
Wobei ich nicht genau weiß was es mit diesen Sonden dann auf sich hat?!?

Gruß
Tom
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Re: Exobiologische Forschungsreise (oder: 18 Nebel bis Colon

Beitragvon Shinji Yamazaki » Mi 13. Jun 2018, 21:46

Geschätzter Kollege ;)

Danke für den inspirierenden Bericht !
Ich verstehe - glaube ich ganz gut - Deine Beweggründe,
die Reise zu unterbrechen.
Es bleibt: was Du entdeckt hast, kann Dir niemand nehmen !
und: natürlich das 'Fernweh'

:daumen:

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